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Stationäres Kriseninterventionsmodul „Time-Out“

 

Informationen für vermittelnde Stellen und Interessierte

 

Anfang 2020 hatten wir uns im Rahmen des Projekts „Runder Tisch Sucht-Rehabilitation Baden-Württemberg“ - dreijähriges Projekt mit neuen Rehamodulen der Deutschen Rentenversicherung – mit einem Konzept für ein stationäres Kriseninterventionsmodul namens „Time-Out“ beworben. Erfreulicherweise wurde über unsere Bewerbung positiv entschieden, so dass wir nun mit der Umsetzungen beginnen können. Als Kooperationspartner für dieses Modul im Sinne einer künftig möglichen Vermittlung aber auch für anschließende mögliche Formen der Sucht-Nachsorge - oder auch Weiter-Behandlung nach Abschluss der Kriseninterventionsbehandlung - hatten wir uns zunächst auf regionale wie auch regelmäßig zuweisende Stellen konzentriert und erfreulicherweise weitreichende Kooperationsbereitschaft und Interesse zurückgemeldet bekommen. Danke dafür.

 

Im Folgenden möchten wir Ihnen hier das Konzept verkürzt vorstellen, das ausführliche Konzept steht ebenfalls auf unserer Homepage zur Verfügung.

 

Inhaltliche Schwerpunkte

 

Zielgruppe sind Suchtmittelabhängige bzw. Suchtkranke, die nach regulär abgeschlossener Regelbehandlung akut rückfallgefährdet oder bereits rückfällig sind, ohne dass es hierbei bereits zu einer Chronifizierung gekommen ist.

Es handelt es sich hier um Personen, die nach regulär abgeschlossener Regelbehandlung (ambulant, ganztägig ambulant, stationär - Entlassform 1 und Entlassform 3) sich in einer der folgenden Lebenssituation befinden:

  • Krisenhafte Veränderung der Lebenssituation, wie Trennung, Scheidung, Verlust des Arbeitsplatzes, Todesfall in der Familie, etc.

  • Hohe psychische Belastung mit höchster Rückfallgefährdung bzw. erfolgtem Rückfall

Die Angebote dieses Moduls dienen der Vermeidung bzw. des rechtzeitigen Auffangens von Rückfällen.

Inhaltlicher Fokus ist die Restabilisierung, die Bearbeitung der individuell krisenhaften/-auslösenden Thematik bzw. Situation, die Neuerarbeitung von Bewältigungsstrategien und die Motivierung für die Inanspruchnahme weiterführender Hilfen.

 

Antragstellung und Durchführung

 

Der Zugang erfolgt nach Einschalten und mit Antrag der kooperierenden Suchtberatungsstelle, Entgiftungsklinik oder Psychiatrie.  Erforderlich sind das Antragsformular G100, ein ärztlicher Befundbericht sowie ein verkürzter oder aktualisierter Sozialbericht. Die Antragsunterlagen können per Fax an die Rentenversicherung übermittelt werden. Die Bearbeitung soll innerhalb einer Woche erfolgen. Dabei klärt die vermittelnde Stelle mit uns als Behandlungseinrichtung ab, ob wir kurzfristig einen Behandlungsplatz anbieten können.

 

Dauer des Angebots

 

Die Dauer ist durch die Vorgaben des Leistungsträger definiert und im Konzept abgebildet: vierwöchige stationäre Kriseninterventionsbehandlung.

Bei gegebener Notwendigkeit, welche z.B. im Vorfeld der Behandlung nicht oder nicht eindeutig absehbar war, kann über die Fachklinik eine Verlängerung über das Einrichtungsbudget beantragt werden.

 

Räumlichkeiten, Unterbringung und Versorgung der Teilnehmenden

 

Die Kriseninterventionsbehandlung sowie die Unterbringung und Versorgung der Rehabilitanden findet vollständig in den Räumlichkeiten der Fachklinik Fischer-Haus statt.

 

Aktuelle Besonderheiten

 

Besondere Vorkehrungen und Einschränkungen im Hinblick auf die aktuelle Corona-Pandemie sollten entsprechend miteinander geklärt und geplant werden.

 

Gerne beantworten wir Ihnen diesbezüglich Fragen - am besten bereits im Vorfeld der Antragstellung.

 

 

Ansprechsperson/Kontaktaufnahme:

 

Alexander Torzewski, Leitender Sozialtherapeut

Tel.: 07225/9744-60

Fax: 07225/9744-88

Fachklinik Fischer-Haus, Mönchkopfstraße 21, 76571 Gaggenau

 

Hier finden Sie den Infoflyer zu Time-Out:     Infoflyer Time-Out